Supply Chain Management mit Hilfe von Interaktionen im digitalen Raum

Fachbeitrag
Philipp Rodewald

Die Globalisierung führt dazu, dass es für weltweit agierende Hersteller schwieriger wird die Übersicht zu behalten, welcher Zulieferer mit welchen Problemen zu kämpfen hat und inwiefern die Verfügbarkeit von Rohstoffen in Gefahr ist. Dabei sind Lieferketten so eng aufeinander abgestimmt, dass Lagerbestände auf ein Minimum reduziert sind und entsprechende Ausfälle schnell zu Verlusten in Millionenhöhe führen. Doch diesen Ausfällen können die Hersteller vorbeugen, wenn sie aktiv ihre Supply Chain beobachten, um frühzeitig auf Ereignisse zu reagieren. Eine einfach Methode ist dabei die Nutzung einer Listening Lösung, bei der täglich alle Daten ausgewertet werden, die für die Lieferkette relevant sind.
 

"Milchpulver wird knapp - Lieferengpässe bei Babynahrung"

 

Lieferengpässe und Produktionsausfälle

Umweltkatastrophen, Verknappung oder politische Veränderungen sorgen schnell dafür, dass ein Rohstoff gar nicht mehr verfügbar oder dessen Verfügbarkeit stark eingeschränkt ist. So führte die Lust der Chinesen auf Schokolade dazu, dass deutsche Hersteller den Rohstoff Kakao aus Brasilien zu teureren Konditionen beziehen mussten beziehungsweise keine Rohstoffe mehr für die Schokoladenherstellung zur Verfügung hatten. Durch ein Tracking der wichtigsten Marktgeschehnisse zu einem speziellen Rohstoff erhalten Unternehmen schnell einen Überblick, was aktuell in der Branche passiert. Um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern können dadurch frühzeitig entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Weitere Faktoren, die zu Lieferengpässen führen können, sind das Auftreten von Problemen in den Transportrouten oder Piraterie. Auch Überschwemmungen, Dürreperioden oder Vulkanausbrüchen sind Indizien dafür, dass die Verfügbarkeit in Gefahr ist.
 

"Großfeuer legt Brotproduktion in Lehrte lahm"

 

Zulieferer im Blick behalten

Kreditausfälle, Missmanagement und unzufriedene Mitarbeiter deuten darauf hin, dass ein Zulieferer finanzielle Probleme hat. Durch ein tagesaktuelles Monitoring behalten Hersteller den Überblick, wie es um ihre Zulieferer steht. Somit können frühzeitig Alternativen euriert und das Gespräch mit dem Zulieferer gesucht werden, damit die eigene Produktionskette nicht unterbrochen wird. Darüber hinaus lassen sich gleichsam Brände oder technische Probleme in den Produktionsstätten ausmachen. Informationen werden durch die Zulieferer meist nur spärlich bis gar nicht kommuniziert, da sie Missstände im Unternehmen aufzeigen. Daher ist es wichtig, die Presse sowie Twitter in diesem Bereich proaktiv zu beobachten und nicht nur die Zulieferer der 1.Kategorie, sondern aller Kategorien.
 

Zusammenfassung

Wer in einer global agierenden Welt Erfolg hat, der ist darauf angewiesen, dass alle Zulieferer die Ware zum benötigten Zeitpunkt liefern können. Externe und interne Einflüsse können jedoch dafür sorgen, dass Lieferanten ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Durch ein aktives Beobachten der Zulieferer, von Rohstoffen, politischen Ereignissen und weiteren Einflussfaktoren haben Hersteller die Möglichkeit, schnell auf diese Einflüsse zu reagieren, um Produktionsengpässe zu vermeiden.

Wenn Sie ihre eigene Supply Chain überwachen möchten, helfen wir Ihnen gerne beim Aufbau des passenden Setup. Wir beraten Sie gerne.


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