Wie Sie Daten aus dem Social Web für erfolgreiches Content-Marketing nutzen

Fachbeitrag
Jan Bartels

 

„Content-Marketing“ war, ist und bleibt wohl eines der Buzz-Wörter im Online-Bereich. Während der letzten zwei bis drei Jahre hat das Thema deutlich an Relevanz und Professionalität gewonnen, nicht zuletzt durch die Auswertung von Daten aus dem Social Web. Doch wie kann das in der Praxis aussehen?

 

Was bedeutet Content-Marketing?

Content-Marketing ist eine alternative Ansprachemöglichkeit, um die eigenen Zielgruppen zu erreichen. Dabei geht es darum, den Nutzern Inhalte zu bieten, welche diese wirklich interessieren. Das bedeutet, dass in der Regel nicht das Produkt oder die Marke im Fokus steht, sondern ein Mehrwert geschaffen wird. Das können zum Beispiel Guidelines, Tipps, Zusatzinformationen oder unterhaltender Content sein. Mit der richtigen Strategie können Unternehmen dafür sorgen, dass sich die Inhalte im Netz verbreiten und somit mehr Brandawareness erzeugen. Entscheidend ist es jedoch, überhaupt relevante Themen und spannenden Content zu finden, damit dieser genutzt werden kann.

 

Welche Rolle spielt Monitoring?

An dieser Stelle kommt für Marketer die Analyse von Daten im Social Web ins Spiel. Für ein nachhaltiges Content-Marketing ist es essentiell zu wissen, wo die Zielgruppen, wann aktiv sind, um die Aktivitäten dementsprechend zu steuern. Entsprechende Dienstleister bieten daher Tools und Analysen, um herauszufinden, wo sich die relevanten Touchpoints befinden, welche Themen die Nutzer beschäftigen und wie Produkte wahrgenommen werden.

Durch ein kontinuierliches Monitoring sind Unternehmen somit stets informiert, was im Social Web vor sich geht. Trends und häufig auftretende Themen können daraufhin identifiziert und ebenfalls ins Monitoring aufgenommen werden. Dadurch lassen sich weitere zielgruppenrelevante Erkenntnisse und Inhalte gewinnen.
 

"Wie bekomme ich weiße Waschmittel-Flecken aus blauen Jeans?"

 

Beispiel #1 Waschmittel

Beobachtet ein Waschmittelhersteller die Gespräche rund um dessen Marke, gibt es mit Sicherheit viele Beiträge, welche sich mit dem Thema Flecken beschäftigen. Die erste Schlussfolgerung, die sich im Sinne des Content Marketings hier anbietet, ist es, Tipps zur Beseitigung von Flecken auf den eigenen Online-Kanälen zu geben. Im Rahmen eines Monitorings lassen sich nun weitere Themencluster aufnehmen: Weinfleck, Tomatenfleck etc. Auf diese Weise identifiziert das Unternehmen weitere Plattformen, wo potentielle Kunden aktiv sind und kann sich dort entweder helfend einbringen oder anhand der Konversationen weitere Schwerpunkte für das eigene Content Marketing eruieren. Diesem Prozess sind an sich keine Grenzen gesetzt und Marketer können dadurch immer tiefer in relevante Unterhaltungen einsteigen.
 

"Wie kann ich Unkraut am einfachsten vernichten?"

 

Beispiel #2 Garten-Magazin

Ein weiteres Beispiel: Gartenxxl begleitet seine Zielgruppen während der gesamten Saison, indem auf der Homepage Fragen rund um das Thema Garten beantwortet werden. Immer wieder werden dabei entsprechend die eigenen Produkte platziert. Die Grundlage dafür schafft ein intelligentes Social Media Listening. Denn nur wer weiß, welche Fragen die Nutzer beschäftigen, kann nützliche Tipps geben. Kommentare und Social Media Beiträge liefern anschließend wertvolles Feedback, um den eigenen Redaktionsplan zu optimieren und weiteren potentiellen Content zu identifizieren.

 

Wettbewerber und Meinungsführer

Nicht nur Marken- und Themen lassen sich mittels Monitoring analysieren und für das Content Marketing verwerten. Ebenso können Unternehmen schauen, was die Konkurrenz postet beziehungsweise, was deren Kunden schreiben und welche Probleme sie haben. Bietet ein Unternehmen anschließend entsprechende Lösungen oder gibt Tipps, so können diese Kunden möglicherweise für die eigene Marke erwärmt werden. Gleichzeitig bietet eine Wettbewerberanalyse die Möglichkeit zur Abgrenzung und liefert Inspiration für die eigenen Maßnahmen.

Social Media Listening verdeutlicht darüber hinaus, welche Art von Inhalten die Zielgruppe präferiert konsumiert und publiziert. Gegebenenfalls lassen sich auch bestimmte Cluster innerhalb der Nutzer bilden. So gibt es beispielsweise für fast jede Branche Meinungsführer, welche Unternehmen im besten Fall als Fürsprecher der eigenen Marke gewinnen können.

 

Fazit:

Monitoring ermöglicht es Unternehmen letztlich erfolgsversprechenden Content zu identifizieren und verleiht Entscheidungssicherheit, weil die Zielgruppe viel besser verstanden wird. Entscheidend dabei sind eine kontinuierliche Beobachtung sowie die stetige Anpassung der Suchen.

Sprechen Sie uns an und wir beraten Sie gerne, wie Sie mit einem Monitoring Ihr Content-Marketing optimieren.


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